Zähneknirschen

Gerade hast Du noch in süßen Träumen geschwelgt und plötzlich liegst Du wach da, weil irgendwelche komischen, undefinierbaren Geräusche Dich stören. Du suchst verwirrt nach dem Auslöser des Lärms und entdeckst mit Erschrecken, dass es Dein Partner ist, der neben Dir dieses Geräuschkonzert veranstaltet.

Was passiert beim Zähneknirschen?

Hier liegt wohl ein Fall des Zähneknirschens vor. Dies ist nicht selten. Jeder fünfte Deutsche knirscht im Schlaf mit den Zähnen. Das Knirschen kann sich in einem Reiben, Malmen, Pressen oder Zusammendrücken der Zähne äußern und wird in der Fachsprache Bruxismus genannt.

Warum knirscht man?

Da ist wohl jemand sehr gestresst. Es ist immer wieder überraschend, wie sich Stress allein auf unseren Körper auswirken kann. Jeder Mensch baut seine Stresshormone auf eine andere Art und Weise ab. Manche wählen unbewusst den Weg des Knirschens zur Stressbewältigung.

Wie stelle ich fest, ob ich ein „Knirscher“ bin?

Hier hilft wohl nur der Gang zum Zahnarzt. Aber keine Sorge, er schaut nur kurz in Deinen Mund und Dir passiert nichts Schlimmes. Meist stellt der Zahnarzt eine Knirschstörung durch Augenmaß fest. Neuerdings kann aber auch mithilfe einer Computeranalyse untersucht werden, ob und wie stark man knirscht.

Welche Folgen kann das Zähneknirschen haben?

Wenn Du knirschst, bürdest Du Deinen Zähnen im wahrsten Sinne des Wortes eine enorme Last auf. In Zahlen ausgedrückt kann eine Gewichtskraft von bis zu 80 Kilo auf einem einzelnen Zahn lasten. Normalerweise würdest Du diese Kraft beim Kauen auf allen Zähnen gleichmäßig verteilen. Beim Knirschen hingegen wird die Gewichtskraft auf einzelne Zähne fokussiert. Diese können dadurch sogar brechen. Weitere Folgen des Knirschens können auch Verspannungen im Kopf-, Kiefer und Gesichtsbereich sein bis hin zu Tinnitus und Rücken- oder Halswirbelsäulenbeschwerden.

Was kann ich dagegen tun?

Leider gibt es gegen dieses Problem keine wirkliche Heilung. Man kann aber an dem Grund des ganzen Problems anknüpfen – dem Stress. Bewegung ist hier der Schlüssel zum Erfolg. Tue Deinem Körper etwas Gutes und helfe ihm, sich zu entspannen und Stresshormone abzubauen. Insbesondere Entspannungsübungen, wie sie beispielsweise beim Yoga vorkommen, können hier helfen. Zusätzlich solltest Du Deine Zähne gegen Abrieb schützen. Du willst ja nicht Deinen Zahnschmelz verlieren, oder? Dafür lässt Du Dir beim Zahnarzt einfach eine Zahnschiene machen. Die Kosten für die Schiene werden von der Krankenkasse übernommen. Wenn Du diese immer brav jede Nacht trägst, machst Du Deine Zähne happy. Zusätzlich hilft die Schiene auch dabei, das Kiefergelenk zu entlasten und die Muskulatur zu entspannen.

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