ZAHNFLEISCHENTZÜNDUNG

  

Das solltest Du über Zahnfleischentzündungen und Mundhygiene wissen

 

Zahnfleischentzündungen sind akute oder chronische Infektionen des Zahnfleisches, im medizinischen Fachjargon auch bekannt als „Gingivitis“. Diese Erkrankung kann im Extremfall zu einem Zahnfleischrückgang führen. Bakterien verursachen dabei eine Entzündung des Zahnfleisches. Durch Gingivitis wird das Zahnfleisch rot, schwillt an und blutet leicht. Durch tägliches Zähneputzen, Verwenden von Zahnseide und regelmäßige professionelle Zahnreinigungen durch einen Zahnarzt oder Dentalhygieniker, kann diese leichte Form der Zahnfleischerkrankung in der Regel rückgängig gemacht werden. Durch Gingivitis besteht zwar keine direkte Gefahr von Zahnausfall, dennoch kann die Entzündung auf andere Teile des Zahnhalteapparates übergreifen und ihn schädigen. Das nennt man dann Parodontitis und diese kann unbehandelt sehr wohl zu Zahnausfall führen. 

 

 

Was sind die Ursachen von Zahnfleischerkrankungen? 

 

Unser Mundraum ist voll von Bakterien. Diese Bakterien bilden zusammen mit Speichelbestandteilen in der Regel einen klebrigen, farblosen Zahnbelag (Plaque) auf den Zähnen. Bei schlechter Mundhygiene, das heißt, wenn sich übermäßig viele Bakterien an einer Stelle ansammeln, kann so über die Zeit eine immer dickere Plaqueschicht entstehen. Plaque, die nicht entfernt wird, verhärtet und bildet Zahnstein. Um Plaque loszuwerden, solltest Du Dir gründlich die Zähne putzen und regelmäßig Zahnseide verwenden. Einmal gebildeter Zahnstein kann sonst nur von einem Zahnarzt oder einem Dentalhygieniker mittels professioneller Zahnreinigung entfernt werden. Eine chronische Gingivitis kann sich im weiteren Verlauf zu einer Parodontitis entwickeln und dann sogar zu Zahnfleischrückgang und Zahnverlust führen.

 

 

Symptome von Zahnfleischentzündungen (Gingivitis):

 

• Schwellung, Rötung und Blutung des Zahnfleisches
• Empfindlichkeit und Schmerzen am Zahnfleisch während des Zähneputzens
• Schlechter Geschmack im Mund
• Mundgeruch
• Eiterbildung zwischen Zähnen und Zahnfleisch

 

 

   

Wie lange dauern Zahnfleischentzündungen?

 

Zahnfleischentzündungen dauern meistens zwei bis fünf Tage lang. Spätestens eine Woche nach Beginn der Entzündungssymptome solltest Du einen Zahnarzt aufsuchen. Bei häufigen Zahnfleischentzündungen (chronischen Zahnfleischentzündungen) solltest Du Dich intensiv zahnmedizinisch behandeln und beraten lassen.

 

 

Was kannst Du gegen akute Zahnfleischentzündungen tun?

 

• Trinke Tee mit Ingwer, Zimt, Kamille:
Bei akuten Gingivitis-Schmerzen hilft es, viel Tee zu trinken, um die Entzündung zu lindern. Mach Dir einen Tee, nimm einen Schluck und lass die Flüssigkeit auf dem Zahnfleisch einwirken. Du kannst den Tee auch als eine Art Mundspülung verwenden und damit Deinen Mundraum durchspülen. Ingwer hilft bei entzündlichen Erkrankungen und auch Kamille kann helfen, Entzündungen im Mund zu lindern und das Zahnfleisch gesund zu halten. Zimt hat eine stark antibakterielle Wirkung und wird bekanntlich genutzt, um Infektionen zu behandeln.
• Spüle Deinen Mund mit einer Salzlösung:
Den Mund mit Salzwasser zu spülen, ist zwar ein sehr alter Trick, um akute Entzündungen des Zahnfleisches zu reduzieren, aber es bleibt einer der effektivsten! Das Salz dient als antibakterieller Wirkstoff, reinigt den Mund vor Verschmutzung und lindert die Entzündung am Zahnfleisch. Löse einen Teelöffel Kochsalz in einer Tasse mit heißem Wasser, um eine Salzlösung herzustellen. Spüle mit dieser Lösung so, dass sie auch das Zahnfleisch erreicht. (Nicht schlucken!) 
• Wasser trinken:
Trinke viel Waser, um Speisereste und Bakterien aus dem Mund zu entfernen und um die Bildung von Zahnbelag zu verhindern. Durch Wasser trinken, wird die Speichelproduktion anregt, die auf natürliche Weise Bakterien eliminiert.
• Nelkenöl:
Nelkenöl ist ebenfalls eine natürliche Behandlung gegen entzündetes Zahnfleisch. Die Wirksamkeit ist erwiesen. Nelkenöl lindert Schmerzen und vermindert Entzündungen! Dabei sollte Nelkenöl aber vorher immer mit Wasser verdünnt werden und kann dann mit Hilfe eines Wattestäbchens auf die betroffene Stelle aufgetragen werden. Nelkenöl ist in den meisten Apotheken und Naturkostläden zu finden. Achte darauf, dass es sich um ein naturreines ätherisches Öl handelt. Achtung: Im Übermaß angewendet kann das enthaltene Eugenol jedoch auch Gewebe reizen oder sogar zerstören! Nelkenöl ist somit nicht für eine Daueranwendung geeignet. 

• Doch am wichtigsten: Suche bei anhaltenden Beschwerden Deinen Zahnarzt auf! Hausmittel können zwar vorübergehend helfen die Symptomatik zu lindern, aber es ist unerlässlich die Ursache für wiederkehrende Zahnfleischentzündungen herauszufinden. Denn nur dann kann das Problem an der Wurzel gepackt werden!

 

 

Wer bekommt Zahnfleischerkrankungen?

 

Männer erleiden häufiger eine Zahnfleischerkrankung als Frauen. Bei Jugendlichen entwickelt sich Parodontitis eher selten, häufiger sind Zahnfleischentzündungen (Gingivitis), die mildere Form der Zahnfleischerkrankungen.


Pubertät/Hormone

Das entzündete Zahnfleisch kann aber auch das Ergebnis einer übermäßigen Hormonfreisetzung sein, die den Blutdruck im Zahnfleisch erhöht. Dieser Anstieg der Hormone kann während der Pubertät, während der Menstruation, Schwangerschaft und Menopause auftreten. Auch einige Antibabypillen können diese Art der Hormone freisetzen.

Schwangerschaft

Schwangere Frauen sind besonders anfällig für Zahnfleischprobleme. Sechs von zehn Frauen leiden während ihrer Schwangerschaft an Zahnfleischentzündungen. Der Hormonspiegel steigt während der Schwangerschaft. Blut fließt somit schneller in Dein Zahnfleisch und so können Schwellungen und Entzündungen (Gingivitis) leichter entstehen. Eine optimale Mundhygiene ist also vor allem in der Schwangerschaft sehr wichtig. 

  

 

Wie hältst Du Deine Zähne und Dein Zahnfleisch gesund?

 

• Putze Dir gründlich Deine Zähne zweimal am Tag. Ein gründlicheres Ergebnis erreichst Du, wenn Du Deine Zähne mit einer elektrischen Zahnbürste reinigst, wie zum Bespiel mit unserer happybrush Zahnbürste.
• Verwende eine fluoridhaltige Zahnpasta. Wie zum Beispiel unsere happbrush SuperBlack Zahnpasta.
• Reinige täglich Deine Zahnzwischenräume mit Zahnseide. Zum Beispiel mit unserer happbrush SuperClean Zahnseide.
• Benutze eine Mundspülung. Unsere SuperCoco Mundspülung pflegt Dein Zahnfleisch und schmeckt auch noch nach Kokos.
• Besuche Deinen Zahnarzt regelmäßig für einen Check-up
• Empfehlenswert ist es, jährlich ca. zwei Professionelle Zahnreinigungen beim Zahnarzt durchführen zu lassen
• Hände weg von Zigaretten. Rauchen schadet nicht nur den Lungen, sondern auch Deiner Mundgesundheit.

 

 

Wie kannst Du Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) vermeiden?

  

Du solltest 2-3 Mal am Tag  2 Minuten lang Deine Zähne gründlich putzen. Tägliches Zähneputzen reduziert Zahnfleischentzündungen um ca. 60%. Selbst wenn Du Zahnfleischbluten hast, ist es wichtig, Deine Zähne gründlich mit weichen Borsten zu putzen. Alternativ kannst Du die Sensitiv-Funktion Deiner elektrischen Zahnbürste nutzen. Achte beim Putzen darauf, dass Du den Übergang zwischen Zahn und Zahnfleisch gründlich mit putzt, das heißt die Borsten Deiner Zahnbürste sollten auch immer das Zahnfleisch mit erfassen. Darüber hinaus ist es unerlässlich Zahnseide zu verwenden, um Plaque und Speisereste zwischen den Zähnen zu entfernen. Dort kann sich sonst schnell eine dicke Plaqueschicht bilden, welche dann zu Karies und/oder Parodontitis führen kann. Statt Zahnseide kannst Du auch eine Interdentalbürste benutzen.

 

 

Die richtige Ernährung um Zahnfleischentzündungen zu vermeiden

 

Achte auf eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung. Eine schlechte Ernährung kann zu Zahnfleischentzündungen führen. Es ist besonders wichtig, dass Deine Ernährung reich an Vitamin C, Calcium und Folsäure ist. Das liegt daran, dass Vitamin C und Folsäure aktiv dazu beitragen ein gesundes Zahnfleisch zu erhalten und somit die Entstehung von Gingivitis verhindert werden kann. Es ist erwiesen, dass sich bei Menschen, die an Calciummangel leiden, mit größerer Wahrscheinlichkeit Zahnfleischerkrankungen entwickeln. Zusätzlich zu einer ausgewogenen und gesunden Ernährung kannst Du täglich auch ein Multivitaminpräparat einnehmen.
Lebensmittel:
• Reich an Vitamin C: Papaya, Paprika, Erdbeeren, Brokkoli, Ananas, Rosenkohl, Kiwi, Orangen, Melonen und Kohl.
• Reich an Calcium: Milch, Joghurt und Käse und Sardinen, Tofu, Lachs, Sojamilch, Getreide und Grünkohl.
• Reich an Folsäure: grünes Blattgemüse, Brokkoli, Spargel, Erbsen, Bohnen, Linsen, Sellerie, Avocados und Zitrusfrüchte.
Nitratreiches Gemüse hemmt Gingivitis und Parodontitis: 
Es gibt eine klinische Studie, die den hemmenden Einfluss von Nahrungsnitrat auf Zahnfleischentzündungen belegt. Die Ergebnisse legen nahe, dass Gingivitis Patienten mehr nitratreiche Gemüsesorten essen sollten. Vermeide einfache Zucker und Alkohol, da sich Dein Zahnbelag dadurch vermehrt und Dein Immunsystem geschwächt wird. Stattdessen konsumiere Lebensmittel, die reich an Ballaststoffen sind, wie zum Beispiel Obst, Gemüse, Bohnen und Vollkornprodukte.

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